Dienstag, 7. Juni 2011

Wenn Ratten in meinem Bett schlafen und Schweine mit mir baden, dann bin ich im Missionseinsatz im Busch



Ich habe sechs Tage im Dorf verbracht. Ich bin zwar im Dorf aufgewachsen, aber Dorf ist hier in Sambia eine anderes Wort für Busch oder "Überlebenskampf".
Ich habe Pastor Mbewe gebeten, dass ich für eine Woche im tiefsten Busch leben kann um die Missionsarbeit dort live mitzuerleben. Er fragte mich: "Willst du in den tiefen, tiefen Busch oder in den Busch?" Ich entschied mich fürs erste. Er sagte: "Okay, dann bereite dich für Chitawe (Eastern Province) vor." Ich hatte natürlich überhaupt keine Ahnung, wo und wie Chitawe ist.
"Reisen und Sitzen"
Ich bin am 24.05 von der Busstation in Lusaka gestartet. Nachdem ich mir im Chaos des Busbahnhofs ein Ticket gekauft habe, stieg ich in den Bus mit der Gewissheit es geht bald los. Mir wurde versprochen, dass es um 12: 30 Uhr losgehen wird. Doch hier ist "Pünktlichkeit" ein Fremdwort aus dem fernen Europa. Hier geht es erst los, wenn der Bus voll ist. Die Busgesellschaften sind sehr rafiniert. Sie bezahlen Leute, die einfach nur im Bus sitzen, damit wir, die dummen Reisenden, denken dass es bald losgeht. Die Atmosphäre kann einen sehr aggressiv machen: Viele der "gefäschten Fahrgäste" verlassen den Bus, tausende Leute kommen bis zu dreimal in der Wartezeit in den Bus und versuchen Getränke, Kekse, Würstchen, Uhren, Ketten, Dvd´s, Haarschneidemaschinen, usw. zu verkaufen. Nach vier Stunden warten im Bus ging es endlich los. Ich kam um 21:30 Uhr mit starken Schmerzen in Petauke an. Dort habe ich eine Nacht bei einem Missionar geschlafen. Am nächsten Morgen haben wir uns mit dem Auto von ihm auf dem Weg nach Chitawe begeben. Es ging durch den Busch, auf unbefahrbaren Strassen. Als wir im Dorf ankamen wurde mir etwas mulmig zumute als ich daran dachte, dass ich hier eine Woche (über-)leben muss.Die Kinder im Dorf liefen uns schreiend hinterher. Ich denke, dass ich einer der ersten "Muhzungus" im Dorf war. Dann verließ der Missionar aus Petauke mich.
Lifestyle
Eine alte Tradition um Gäste Willkommen zu heißen ist ein Huhn zu schlachten und dem Gast zu servieren. Es war wirklich total lustig, wie die Kinder hinter dem armen, Tod geweihten Huhn hergelaufen sind und es letztendlich schlachteten.

Die Menschen hier sind ziemlich arm. Sie leben in kleinen Hütten mit ihrer ganzen Familie. Es gibt hier kein fließend Wasser, kein Strom. Fast alle haben ihr kleines Feld, auf dem sie hauptsächlich Mais und Katton pflanzen. Da viele vormittags auf dem Feld arbeiten, ist das Dorf vormittags ziemlich leer. Nachmittags findet man alle vor ihren Hütten sitzen.
Die Männer hier sind ziemlich faul, währenddessen die Frauen fleißig hart arbeiten. Ein typisches Bild hier ist: Ein Mann hat eine Axt auf seiner Schulter. Die Frau folgt ihm mit einem schweren Korb Mais auf dem Kopf, ein Kind auf den Rücken und Werzeug oder einen Korb in den Händen. Die Männer sitzen gern im Schatten, unterhalten sich über unwichtige Themen, währenddessen die Frauen ihnen Essen, Wasser vom Fluss bringen und andere Tätigkeiten erledigen. Das Dorf wird von dem "Headman" und seiner Familie regiert. Man muss ihm mit sehr viel Respekt begegnen.



Der Überlebenskampf und andere schöne Erfahrungen
Die erste Nacht war wirklich ziemlich hart für mich. Ich lag auf dem harten Boden und hörte wie sich irgendetwas neben mir bewegte. Ich griff zu meiner Taschenlampe. Eine Ratte neben mir, ich leuchte zur Decke: zwei oder drei Ratten über mir. Toll, ich muss nicht allein in meiner Hütte schlafen. Die erste Nacht hatte ich Schwierigkeiten meine Kamaraden zu akzeptieren und konnte nicht ganz so gut einschlafen. Doch leider hat es nicht ganz so gut mit unserer Freundschaft geklappt, so dass sie sich dann die nächsten Nächte nicht so häufig blicken ließen. Der Grund war, dass sie Licht nicht mögen und ich meine Taschenlampe in der Nacht anließ.Aber ich habe sie immer wieder auf der Toilette getroffen:)
Andere Freunde habe ich im "Badezimmer" kennengelernt-die Schweine. Das "Badezimmer" ist aus Gräsern und Bambus angefertigt. Das Wasser, dass zum Baden genutzt habe, haben die Schweine hinter dem Badezimmer genutzt. Außerdem ist das Badezimmer sehr praktisch, da die Gräser nicht ganz so hoch sind, kann man sich während des Badens mit den Dorfbewohnern unterhalten:)

Einer der Gemeindemitglieder hat mir sein Feld außerhalb des Dorfes gezeigt (zum Glück ist mir keine Schlange über den Weg gelaufen). Dort habe ich "Kasava" probiert. Es sieht aus wie Bambus. Man entfernt die äußere Schale und kann dann das etwas bitter, süße Innere essen.
Ich wurde sehr priveligiert in dem Dorf: Die Familie des Ältesten der Gemeinde hatte am Dienstag (25.05) Nachwuchs bekommen. Am Donnerstag fragte ich nach dem Namen des Jungen. Sie hatten keinen. Der Vater fragte, welche Namen ich gut finde. Ich sagte, dass ich grundsätzlich Namen aus der Bibel gut finde, wie Timotheus (Timothy). Am Abend sagte er mir, dass sein Junge Timothy heißt. Was ich erst später erfahren habe ist, dass der Namensgeber dem Kind ein Geschenk geben muss.
Ich habe versucht Nyanja(eine der 73 lokalen Sprachen) zu lernen, da die Menschen im Dorf kein Englisch sprechen. Es kann ganz schön anstrengend sein eine Sprache ohne Grammatik und Vokabelbuch zu lernen. Es hat aber sehr viele Spass gemacht zu versuchen gewisse Strukturen in der Sprache zu finden.
Am Sonntag bin ich ca. eine Stunde in ein Nachbardorf geradelt. Dort habe ich meine erste Predigt in einer Buschgemeinde von ungefähr 45 Leuten gehalten. Ich predigte in Englisch und wurde in Chichewa übersetzt. Sehr lustig war, dass es für die Einheimischen völlig normal war während der Predigt Babies zu stillen:)Ich habe über Markus 2, 1-12 gepredigt. Der Bibeltext zeigt sehr deutlich, dass das größte Bedürfniss eines Menschen Sündenvergebung ist. Allein Jesus ist fähig Sünden zu vergeben, weil er Gott und Mensch zugleich ist und am Kreuz für Sünder starb. Nach einem guten Mittagessen, dass aber von Bauchschmerzen begleitet wurde, sind wir zurück geradelt.

Am nächsten Tag war der Abschied wirklich schwer. Sehr bewegend war für mich, dass zwei Damen aus der Gemeinde mir je 1000 Kwacha (ca. 15 Cent) spendeten. Für uns ist der Betrag lächerlich, aber für die Menschen im Dorf ist das extrem viel, da sie fast gar kein Einkommen haben. Mir kamen fast die Tränen als ich sah wie Gott Menschen verändern kann, so dass sie selbst in mitten der Armut ein williges Herz haben Geld für Mission zu investieren.

Missionarbeit im Busch und ihre Herausforderungen
Pastor Matthew Banda hat drei Jahre eine reformierten Bibelschule besucht und wurde dann von Kabwata Baptist Church zurück in sein Heimatdorf als Missionar gesandt. Er hat dort die "Grace Reformed Baptist Church" gegründet. Die Gemeinde hat mittlerweile ungefähr 30 Mitglieder.
Es gibt viele Herausforderungen in diesem Missionsfeld. Ich will einige aufzählen, die ich beobachten konnte. (1) Die mangelndene Bildung macht die Missionsarbeit manchmal sehr schwierig. Man kann als Missionar gewisse Dinge nicht vorausetzen. Man muss Predigten sehr einfach gestalten, damit die Leute sie gut verstehen können. Gleichzeitig muss man aufpassen, dass man das Evangelium nicht verkürzt.
(2) Da viele Leute die Bibel oder Bücher nicht alleine lesen können ist das Bibelwissen dementsprechend gering. Grundsätzliche Prinzipien des christlichen Glaubens werden manchmal nicht beachtet. Ich traf einen Mann im Dorf, der früher Pastor einer Gemeinde war. Er war Pastor, weil er einer der wenigen war, der Lesen und Schreiben konnte. Das Problem war, dass er viele Mädchen aus der Gemeinde missbrauchte und zwei Frauen hat. Es war einfach sehr traurig, dass diese Leute, die sich Christen nennen, so etwas duldten. Es fehlen hier Männer, die ein gottesfürchtiges Leben führen und das Evangelium predigen.
(3) Der "Grace Reformed Baptist Church" fehlen finanzielle Resourcen. Ihr altes Gemeindehaus ist während der Regenzeit zusammengebrochen. Außerdem fehlt das Geld für Bibeln, Liederbücher. Im Dorf ist die HIV-Infektionsrate extrem hoch. Ich habe schon mal berichtet, dass die HIV-Infektionsrate in Sambia zwischen 20 und 30 Prozent liegt. Im Dorf ist die Rate bei weitem höher als in der Stadt. Was aber erschreckend war, dass viele versuchen mit allen Mitteln an Geld zu kommen. Sie lügen dich an, dass sie Geld für die Medizin brauchen, sonst würden sie sterben. Wenn du ihnen sagst, dass die Medizin kostenlos ist, sagen sie dass sie das Geld für die Kinder brauchen.
(4) Die Gemeinde ist nicht wirklich evangelistisch aktiv. Das Problem ist, dass sie denken: Ich bin gerettet und gehe zur Kriche-das wars. Sie sehen nicht ihre Verantwortung, das Evangelium weiterzugeben. Ich denke, dass es nicht anders ist bei uns in Deutschland. Ich hoffe, dass die Gemeinde dort vor Ort wirklich erkennt, wie wichtig es ist das Evangelium weiterzugeben und nicht nur Sonntags zur Kirche zu gehen und tolle Lieder zu singen.

Ich bin Gott sehr dankbar für seine Bewahrung im Busch und dass ich viele hilfreiche Lektionen für Missionsarbeit, aber auch fürs Leben gelernt habe. Falls ich noch mehr Fragen zu meinem Einsatz im Busch habt, könnt ihr gerne fragen.

Wenn ihr die Fotos größer sehen wollt, könnt ihr sie einfach anklicken.


Mittwoch, 1. Juni 2011

Kapiri Mphoshi- Gemeindegründung kann ganz schön anstrengend sein


Vom 20. bis zum 22. Mai waren wir mit einer Gruppe von 13 Leuten für einen Missionseinsatz in Kapiri Mposhi. Pastor Mannaseh hat dort, in einer wachsenden Kleinstadt, in April seine Missionsarbeit begonnen. Wir sind am Freitagabend angereist und haben in einer Lodge übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir in Zweier-Gruppen losgezogen mit Einladungen für den Sonntagsgottesdienst und Bibel bewaffnet. Hier ist es möglich an Haustüren zu klopfen und Leute einzuladen ohne für „Zeugen Jehovas“ gehalten zu werden. Doch leider hatte unser Team die Erfahrung, dass die Menschen vormittags sehr beschäftigt waren. So entschlossen wir uns die Leute am Straßenrand anzusprechen. Das war sehr erfolgreich. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch mit einem Alkoholiker, der in seinen religiösen Überzeugungen sehr verwirrt war. Er war sehr interessiert. Zwei weitere Jugendliche fanden wir, die auf die Frage „Bist du Christ?“, antworteten: „Ich glaube schon.“ Wir konnten ihnen von der Bibel her zeigen, dass es sehr wichtig ist in dieser Frage absolute Gewissheit zu haben. Sie waren sehr daran interessiert zu hören, wie sie gerettet werden können. Einer von ihnen bat um eine Bibel, die er sich hoffentlich beim Pastor abholen wird. Am Nachmittag entschieden wir uns zum Markt zu gehen um Leute einzuladen. Die Leute hatten Zeit, so dass sie viele Fragen stellten. Ein Problem für mich war, dass die Leute in der Kleinstadt oft nicht ganz so mit dem Englischen vertraut sind und Bemba bevorzugen (Eine der 73 Stämme in Sambia). Aber mit Übersetzung war auch das möglich. Viele versprachen zu kommen. Am Abend hatten wir noch eine gute Gemeinschaft mit kurzen Impulsen von Pastor Mannaseh und mir und einigen Liedern.

Die Nacht habe ich auf dem harten Fussboden verbracht. Am nächsten Morgen tat mir alles weh.Wir erwarteten viele Leute zum Gottesdienst, da viele versprochen hatten zu kommen. Es kamen nicht so viele, wie gedacht, aber wir waren froh über jeden der gekommen war. Die Predigt von Pastor Mannaseh war über die eherne Schlange, die Gott in der Wüste aufrichten ließ. Wer diese Schlange ansah wurde von seinem Schlangenbiss geheilt. Wir müssen zu Jesus im Glauben aufschauen, dass er uns von unserer Sünde heilen kann, dann werden wir gerettet werden. Ich hatte einen Song in Bemba gelernt, den zwei Jungen und ich vorgetragen haben. Es war ein wirklich gutes Wochenende. Ich habe gesehen wie mühsam und hart Gemeindegründungsarbeit sein kann. Ausdauer im Dienst und Vertrauen zu Gott sind sehr wichtig.

Dienstag, 31. Mai 2011

Bin zurück in Lusaka

Ich habe die letzte Woche im Busch verbracht. Es war sehr hart, aber ich bin Gott dankbar, dass ich überlebt habe und vieles lernen durfte. Die nächsten Tage werde ich darüber berichten- Es wird spannend. Mit vielen Bildern:) Danke für euere Gebete...
Gruss
Emil

Donnerstag, 19. Mai 2011

Bus-, Busch- und andere Geschichten

Busfahren ist langweilig und öde. Nicht in Lusaka! Es ist immer wieder spannend und selbst Abenteurern- die sich in den tiefsten Urwald, zu den wildesten und gefährlichsten Tieren gewagt haben- zittern die Knie, wenn sie in Lusaka in einen Bus steigen. Man erkennt sie, die kleinen Busse an den markanten himmelblauen und weißen Farbe. Ich schätze, dass in der Innenstadt von Lusaka jeder fünfte Wagen ein Minibus ist. Ein "Schreier" versucht mögichst viele in den Bus zu "stopfen". Nachdem der Bus keinen Raum mehr zum atmen lässt, geht die Fahrt los. Die Strassen sind sehr hügelig, löcherig und schlecht. Der Fahrstil der Busfahrer erinnert mich immer wieder an japanische Kamikaze. Keine Lücke ist zu schmal, keine Ampel zu rot und kein Risiko zu groß. Da viele der Busse einen "christlichen" Radiosender laufen haben und einen christlich angehauchten Spruch, wie "Loving Jesus is not a crime" oder einen persönlichen pfinsgtlerischen Prediger im Bus haben, der sein Geld verdienen will, könnte das Ziel dieses risikoreichen Fahrstils sein: Menschen zum Nachdenken über Leben und Tod zu bringen. Die Busfahrten werden sehr schnell zu Gebetsstunden. Es geht ums blanke Überleben!
Diese Woche saß ich auf einer Bank im Bus, die während der Fahrt durchgebrochen ist. Dann haben wir diese erstmal provisorisch repariert. Letzte Woche bin ich mit dem Bus in die Stadt gefahren. Der Busfahrer hielt auf einmal mitten auf der Strasse an. Was war los? "Alle aussteigen!", sagte er. Ich fragte in einem sehr freundlich gewählten Ton, warum wir den aussteigen sollten, obwohl wir die Endstation noch nicht erreicht haben. Die einfach Antwort war: "Da ist die Polizei!" Das spricht schon mal für die gute Qualität des Busses:)

In der Stadt häufen sich viele Marktstände, enge Gänge, wild umher laufende Leute und Leute die Fleischstückchen grillen. Der aufsteigende Rauch erschwert die Sicht, mein Nase riecht altes Fleisch, Schweiß und Gerüche die ich nicht benennen kann. Es ist furchtbar laut und als Weißer wird man mal sehr freundlich (schreiend) gegrüsst, mal wird von mir Geld verlangt und mal versucht man mir Handys aus China anzudrehen. Wenn ich es geschafft habe einigermaßen wohlbehütet aus dem chaotischen Getue herauszukommen, beginnt auf den Strassen und Bürgerstegen das nächste Chaos.

In Lusaka gibt es das sog. "Kabwata Cultural Village". In diesem Dorf mitten in der Stadt leben einige Familien, wie im tiefen Busch in ihren kleinen Hütten. Sie fertigen verschiedene Gegenstände aus Holz und anderen Materialien und verkaufen sie. Es war wirklich interessant zu sehen, wie das traditionelle Dorfleben ist.



In ungefähr zwei Wochen werde ich für eine Woche in einer der Missionsstationen im tiefsten Busch arbeiten. In diesem Dorf gibt es kein fließend Wasser, keine Elektronik.
Morgen fahren wir für drei Tage zu einer anderen Missionsstation-nicht im tiefsten Busch, aber in einer Kleinstadt- um das Evangelium zu predigen und Menschen zur örtlichen Gemeinde einzuladen. Bitte betet dafür!




Sonntag, 15. Mai 2011

Sonne, Schima, Sambia-der neue Rundbrief ist online

Mein Rundbrief ist endlich fertig. Ich hatte einige Schwierigkeiten das Word-Dokument in Pdf umzuwandeln. In meinen Rundbrief werdet ihr aus der Adlersperspektive auf meine bisherigen. Ich habe einige interessante Bereiche erwähnt gehe aber nicht allzusehr ins Detail. Ihr findet meinen Rundbrief unter:
http://jugend-soest.de/sambia/Emil_Rundbrief%20Nr.2%20Mai.pdf
Ich freu mich auf eure Antwort!

Donnerstag, 12. Mai 2011

Buchempfehlung: A Portrait of Paul: Identifying a True Minister of Christ

In meinem letzten Post habe ich über meine letzte Woche in der Bibelschule in Ndola berichtet. Pastor Jeremy Walker aus England war einer der Hauptredner. Ich habe sein leidenschaftliches Predigen sehr genossen. Er sprach unter anderem sehr ermutigend über Apostel Paulus und seinen Dienst für das Evangelium. Deswegen will ich euch das Buch "A Portrait of Paul: Identifying a True Minister of Christ" von ihm und Rob Ventura empfehlen. Unten könnte ihr eine kurze Inhaltsangabe vom Verlag lesen und einige Empfehlungen. Es lohnt sich das buch zu lesen!

Product Description

What does a true pastor look like, and what constitutes a faithful ministry? How can we identify the life and labors of one called by God to serve in the church of Jesus Christ? To address these questions, Rob Ventura and Jeremy Walker examine how the apostle Paul describes his pastoral relation to the people of God in Colossians 1:24–2:5. By discussing these essential attitudes, qualities, and characteristics of a faithful minister of Christ, A Portrait of Paul provides gospel ministers an example of what they should be, and demonstrates for churches the kind of pastors they will seek if they desire men after God’s own heart.

Chapters in Book:

1. The Joy of Paul’s Ministry, 2. The Focus of Paul’s Ministry, 3. The Hardships of Paul’s Ministry, 4. The Origin of Paul’s Ministry, 5. The Essence of Paul’s Ministry, 6. The Subject of Paul’s Ministry, 7. The Goal of Paul’s Ministry, 8. The Strength of Paul’s Ministry, 9. The Conflict of Paul’s Ministry, 10. The Warnings of Paul’s Ministry

Target Readership:

Churches looking for a pastor will find guidance in what a faithful man of God will look like. Christians looking for a church will find a tool by which they can assess the pastors of the flock in the light of God’s Word, finding men to whom they can commit the care of their souls.· Christians already in a church will be better equipped to pray for their pastors and will further understand what it really means to be shepherded by a man after God’s own heart.· Ministerial students pursuing the work of the ministry will see a picture of a man they should seek to imitate.· Pastors will be encouraged to persevere in the high calling of gospel ministry.

Authors Rob Ventura is a pastor of Grace Community Baptist Church in Cumberland, Rhode Island.

Jeremy Walker is a pastor of Maidenbower Baptist Church in Crawley, England.

Endorsements: “The apostle Paul has always been a hero whom I look to as a model for my ministry. His unrelenting faithfulness in the worst kinds of trials is a remarkable example to every pastor and missionary. In the midst of suffering, hardship, and (in the end) the abandonment of his own friends and fellow workers, Paul remained steadfast, dynamic, and utterly devoted to Christ. This invaluable study of Paul’s life from Rob Ventura and Jeremy Walker is a wonderful, powerful, soul-stirring examination of Paul’s self-sacrifice and his unfaltering service to the church. It will both motivate and encourage you, especially if you’re facing trials, opposition, or discouragement in your service for Christ.”—John MacArthur, Pastor/Teacher of Grace Community Church in Sun Valley, California and President of The Master’s College and Seminary

“The greatest need in churches today is for godly men to shepherd the flock of God. No church will rise any higher than the level of its spiritual leaders. Like priest, like people. To this end, Rob Ventura and Jeremy Walker have done an exceptional job in providing a model for pastoral ministry, drawn from the extraordinary example of the apostle Paul. This book is built upon careful exegesis, proper interpretation, penetrating insight, and challenging application. Herein is profiled the kind of minister every church so desperately needs and what every true minister should desire to become.”—Steven J. Lawson, Senior Pastor of Christ Fellowship Baptist Church in Mobile, Alabama

“When I first sensed God’s call to the preaching ministry, I did a study of the life and ministry of the apostle Paul. And, oh, what a study that was! It opened my eyes to the difference between ministry in the New Testament and what is in vogue today. Rob Ventura and Jeremy Walker have now brought all of those truths that I saw into this one volume. I, therefore, commend this book to all who want to take God’s call to the work of ministry seriously. For, in these pages, is the heart and experience of a true minister of the new covenant.”—Conrad Mbewe, Pastor of Kabwata Baptist Church in Lusaka, Zambia


A Review of a Portrait of Paul - Paul Washer from HeartCry Missionary Society on Vimeo.


Dienstag, 10. Mai 2011

Gottes Wort und Hühnergegacker in Ndola

Letzte Woche war ich vom 2. bis 6. Mai bei einem Prediger Kolleg in Ndola (Provinz Copperbellt). Das Kolleg wird von zwei einheimischen Pastoren und einem amerikanischen Missionar geleitet. Die Studenten reisen einmal im Quartal zu einem einwöchigen Programm an.

Diesesmal haben ca. 35 Prediger teilgenommen.
Die Seminare wurden in einem noch nicht fertiggestellten Gemeindehaus durchgeführt. Erschreckend war zunächst der Zustand des Hauses und des Geländes. Das Gemeindhaus sieht eher aus wie eine Ruine, die Toiletten sind außerhalb in einer kleinen Hütte.













Das Kolleg hat über den amerikanischen Missionar gute Kontakte zu Predigern insbesondere aus Amerika. Diesesmal waren Pastor Alan Dunn aus Amerika und Pastor Jeremy Walker aus England angereist. Pastor Walker referierte über die "Evangelien und Apostlegeschichte" und zeigte sehr ermutigend, wie die Evangelien Jesus Christus aus unterschiedlichen Blickwinkeln presentieren und wie in der Apostelgeschichte die Botschaft von Jesus Christus verbreitet wird. Pastor Dunn sprach über die Lehre der Errettung. Es war sehr erfrischend und er erklärte sehr deutlich die einzelnen Aspekte der Errettung. "Gott rettet Sünder!" Es ist ganz wichtig, dass wir als Christen immer wieder intensiv darüber nachsinnen, was Errettung wirklich ist. Oft ist unsere Vorstellung von Errettung sehr verzerrt und nur verschwommen, deswegen ist es so wichtig unsere Lehre von der Bibel schleifen zu lassen. Wir waren alle sehr gesegnet und waren Gott sehr dankbar für seine Errettung in Jesus Christus-wie er uns in der Evangelien vorgestellt wird. Übrigens wirkte die Botschaft so magnetisierend, dass sogar Hühner sich gackernd dazugesellten.
Neben den Vorträgen, war es wieder interessant und hilfreich sich mit den Pastoren auszutauschen, welche Herausforderungen, welche Erfahrungen sie im Dienst haben.


















Die Familie in der ich untergebracht war, war wiederum sehr freundlich. Die beiden Töchter sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wir haben Lieder gesungen, ich habe ihnen Geschichten vorgelesen und wir haben Spiele gespielt. Es ist wirklich immer wieder schön neue Leute kennenzulernen.

Mein Geburtstag verlief dieses Jahr sehr dezent, da ich am Freitag nachmittag sechs Stunden auf den schlechten Strassen unterwegs war. Danke euch für eure Gratulationen...